Katzen
Ein neues Zuhause
Schön, nun bin ich also bei diesen zwei Zweibeinern gelandet, Menschen heißen diese Wesen, Monika und Rainer sind ihre Namen.
Ja, wir Katzen können die Menschennamen sehr wohl unterscheiden und auch richtig verstehen. Anders ist das bei den Menschen, die verstehen unsere Katzennamen nicht einmal, wenn man sie ihnen dutzende Male vorsagt.
„Carter“ hatten sie mich genannt – CARTER !
Unmöglich – das war doch mal ein Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, ich erinnere ich mich noch an ein früheres Leben und die Fernsehberichte darüber.
Na schön, er war Präsident, aber was ist das schon gegen einen Katerkumpel. Außerdem hatte er noch einen Namen, „Jimmy“ hieß er – das hätte mir schon besser gefallen.
Nun habe ich wieder einen neuen Namen bekommen, da auch meine neuen Dosenöffner meinen Namen nicht aussprechen können, nun also „Lucky“ (man spricht das L – A – K – K – I – E).
Ach ja, eine Freundin habe ich auch gleich vorgefunden, bei den Menschen heißt sie „Sissi“, aber mir hat sie natürlich ihren Katzennamen verraten.
Sie wohnt schon länger hier und sagt, dass es schon drei Kater vor mir gab.
Na klar, das habe ich auch so gemerkt, schließlich sind ihre Seelen ja noch anwesend. Niedlich, dass meine Menschen Bilder von ihnen in eine Papphöhle geklebt haben. Ich glaube, die hatten sie gern.
Hmm, da hat meine Menschenmama gerade wieder „Schnuppel“ gerufen, manchmal sagt sie auch „Luckylix“ zu mir – scheinen wohl Kosenamen zu sein, schließlich rufen sie sich gegenseitig auch mit so komischen Namen.
Mal sehen, ob ich darauf reagieren sollte – ach doch, es gibt frisches Futter.
Meine Freundin darf natürlich zuerst fressen, schließlich weiß ich doch, was sich gehört. Das hat mir meine Katzenmama alles beigebracht.
Aber auch bei „Sissi“ kann ich noch vieles lernen, z.B. dass es zu ihren Pflichten gehört, die Schrankschubladen aufzuräumen und gemütlicher zu machen. Das können die Menschen einfach nicht.
Die Menschenmama sagt dann manchmal, wir hätten Konfetti im Kopf.
Und nach dem Frühstück lege ich mich dann wieder auf mein Aussichtsbrett auf der Terrasse (die Menschen sagen Balkon, ich finde aber, dass es eine Terrasse ist) und beobachte die Welt von gaaaaaanz oben. Das müssen wohl hundert Stockwerke bis zur Erde hinunter sein, aber ich habe keine Angst vor der Höhe (Anm. des Dosenöffners: Da irrt der Kater, es sind nur 20 Etagen).
Natürlich hat mein Menschenpapa ein Schutznetz angebracht, aber ich glaube, ich würde auch ohne nicht hinunter fallen.
So, nun gucke ich wieder nach den ganz kleinen Zweibeinern da unten – ob das auch Menschen sind ? Und warum sind ausgerechnet meine Dosenöffner so groß ?
So, nun aber genug, ich muss wieder diese kleinen Wesen dort unten beobachten.
Ach ja, falls Ihre Katze oder Ihr Kater mir mal schreiben möchte:
lucky@berlin10409.de ist meine Mailadresse
Und wer mehr über meine täglichen Abenteuer wissen will, sollte in mein Blog schauen