Berlin
Tempelhofer Feld
Der ehemalige Flughafen Tempelhof hat eine lange Geschichte.
Bereits 1885 wurde ein Teil des Gebietes von den Heeres-Luftschiffern genutzt.
1909 begannen die ersten Flugversuche auf dem Tempelhofer Feld, auch Orville Wright startete hier seine Rekordversuche und der erste "Überlandflug" von Tempelhof nach Johannisthal erfolgte mit der "Antoinette" von Hubert Latham.
1923 wird der Linienflugverkehr aufgenommen, 1924 - 1927 wird der Flughafen erweitert.
1937 - 1939 werden die neuen Abfertigungsanlagen gebaut.
1962 wird die umgebaute zentrale Abfertigungshalle eröffnet.
1983 wird der 100-millionste Fluggast in Tempelhof begrüßt.
Ab 3. Oktober 1990 dürfen auch nichtallierte Fluggesellschaften und Privatflieger den Flughafen benutzen.
1998 feierte Tempelhof sein 75-jähriges Jubiläum und war damit ältester noch betriebener Flughafen der Welt.
Am 30.10.2008 endete der Flugbetrieb, der Flughafen wurde nach 85 Betriebsjahren geschlossen.
Seit der Entwidmung des Flughafens hat sich nicht viel verändert.
Auch nach der Freigabe als Naherholungsgebiet sind noch viele Reste des Flugbetriebes auf dem Gelände zu finden.
Lerchen, Nagetiere, Füchse haben das Gebiet erobert und als Lebensraum für sich entdeckt.
Relativ ungestört können sie in den wildwuchernden Grünflächen leben, ohne von den Besuchern gestört zu werden.
Kaum ein Fußgänger verlässt die alphaltierten Wege, der Gang durch den Wildwuchs auf dem alten Flughafen ist zwar nicht verboten, aber sehr anstrengend.
Zwei Grillplätze und drei Hundeauslaufgebiete sind ausgewiesen, ansonsten wurde kaum eingegriffen in die Landschaft. Einige der alten Funktionsgebäude sind eingezäunt um Vandalismus zu vermeiden.