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Katzen allgemein

Katzen

Katzen im Haus

Wer keine Katze daheim beherbergen darf, kennt viele Freuden gar nicht.
Eigentlich sind Katzen Freigänger mit einem großen Revier, insofern ist die Wohnungshaltung sicher nicht artgerecht.
Trotzdem leben etwa 50% aller Katzen in menschlicher Gesellschaft in einer Stadtwohnung. Anpassungsfähig wie Katzen sind, gewöhnen sie sich gut an das Leben ohne freien Revierauslauf, besonders wenn "ihr" Mensch ein paar Tipps beachtet, die der Katze einen Teil ihres Lebensrhythmus' in freier Natur ersetzen.
Ich empfehle dazu allen Katzenhaltern das Buch "Katzenseele" von Prof. Paul Leyhausen, dem allgemein anerkannten "Katzenpapst", der sich wie kein anderer mit den Eigenarten von Hauskatzen beschäftigt hat.

Die Katze ist das einzige Haustier, das nicht vom Menschen domestiziert wurde (weil er es als Nutztier brauchen konnte), sondern das freiwillig gekommen ist, um mit dem Menschen zusammen zu leben.
Schön für eine Katze (und natürlich sind damit auch die Kater gemeint, wenn dieser allgemeine Gattungsbegriff hier verwendet wird) ist es sicher, wenn sie freien Auslauf hat, weil ihr "Besitzer" (als wenn man eine Katze besitzen könnte !) einen Garten hat und ihr diese Freiheit lässt, aber leider steigen damit auch die Gefahren für das Leben der Katze:
Der Autoverkehr
Fressfeinde wie Füchse
Böse Nachbarn, die sie vergiften oder erschlagen
Wildgewordene Jäger, die glauben, jede freilaufende Katze würde das Wild gefährden und müsste deshalb getötet werden

Da lebt eine Wohnungskatze auf jeden Fall sicherer, aber es ist eben auch langweiliger.
Deshalb sind wir
Mitbewohner nun gefordert, unseren Teil zum Wohlbefinden der Katze(n) beizutragen.
Dazu gehören
katzengerechte Möbel ebenso wie freier Auslauf in der Wohnung ohne Tabuzonen.
Katzengerecht bei Möbeln bedeutet dabei, dass sie (die Möbel !) die Katzen aushalten und nicht in kurzer Zeit durch die Katzenbearbeitung unansehnlich oder unbrauchbar werden. Sitzmöbel aus Leder gehören definitiv nicht dazu!
Räume, die von den Katzen nicht betreten werden dürfen, wecken
katzennaturgemäß die besondere Neugier der Stubentiger.
Verbieten Sie ihnen nicht, nachts ins Bett zu kommen. Es gibt kaum etwas schöneres für eine Katze, als im Bett bei ihrem Besitzer zu schlafen.
Ansonsten sollten sie normalerweise verschlossene Räume in der Wohnung mindestens einmal am Tag öffnen, damit die Katze (und natürlich gilt das immer auch für Kater) ihr gesamtes Revier bestreifen kann.

Wer das oben genannte empfehlenswerte Buch selbst lesen möchte, kann es zum Beispiel hier finden:
http://www.weltbild.de/3/13709336-1/buch/katzenseele.html

Noch weitere Bücher dieses Autors beschäftigen sich mit dem Verhalten der Katze, z.B.
Katzenseele, Wesen und Sozialverhalten.
Außerdem haben sich auch andere Autoren ganz dem Thema Katze gewidmet - wen wundert es, wenn er selbst einmal eine Katze beherbergen durfte.
Ein paar weitere Buchtipps dazu:
Catwatching - Die Körpersprache der Katzen von Desmond Morris
Kätzisch für Nichtkatzen von Martina Braun
Die Katzenflüsterin: erfolgreiche Kommunikation, vertrauensvolles Miteinander von Vicky Halls.

Auch das Buch des Comedians Ralf Schmitz über
Schmitz' Katze ist lesenswert, hier zu finden:
http://www.weltbild.de/3/15591599-1/buch/schmitz-katze.html
Und das Ralf Schmitz wahrscheinlich alles richtig gemacht hat, erkennt man bereits daran, dass seine Katze inzwischen ein biblisches Alter von mehr als 20 Menschenjahren erreicht hat.
Zugegeben, es liest sich streckenweise wie ein Kinderbuch. Offensichtlich wusste der Autor manchmal nicht, wie er die Seiten füllen sollte.

Auch bei Amazon sind die Bücher zu finden, die Preise sind - nach meinen Recherchen - überall gleich, dank Buchpreisbindung.

Ein weiteres Buch "Katzenwissen für Dosenöffner" erscheint mir noch erwähnenswert, auch wenn ich es bisher nicht gelesen habe. Aber der Autor, Dr. Rolf Spangenberg, betreibt im Internet ein Forum, in dem man online Fragen an den Tierarzt stellen kann. Wer sich die Antworten dort durchliest, wird feststellen, dass der Autor eine Menge Fachwissen und ebenso eine Menge Humor besitzt:

Katerfrühstück

Der Begriff "Katerfrühstück" bekommt dadurch eine Bedeutung

http://www.zzf.de/spangenberg/

Überzeugen Sie sich doch einfach selbst.
Viele weitere Seiten im Internet beschäftigen sich mit dem Thema Katzen, auch spezielle Foren wie katzendiabetes.de sind für viele Katzenbesitzer interessant.
Hier kann jeweils nur auf eine kleine Auswahl hingewiesen werden.

Wer sich ernsthaft mit Katzen beschäftigt, wer mit ihnen leben will, der wird an diesen Informationen nicht vorbeikommen.

Und allen Hunden und Hundebesitzern sei gesagt:
Die Katze ist nicht euer Konkurrent, sie kann viel eher ein Freund sein, auch dafür gibt es genug Beispiele.

Katzenbaum

Der Katzenbaum oder auch Kratzbaum gehört eigentlich zur Einrichtung einer Katzenwohnung.
In jeder Tierhandlung oder Tiernahrungshandlung bekommt man auch diese Klettergerüste für unsere Vierbeiner. Der Unterschied zwischen diesen industriell gefertigten und einem individuell gebauten Kratzbaum ist allerdings die Qualität und damit die Haltbarkeit.
Bei den "Fertigbausätzen" aus der Tierhandlung bestehen meist die senkrechten Stützen aus einem Papprohr, das mit einem Seil umwickelt ist. Das Verschrauben mit einer einzelnen Schraube ist sicher nicht das Optimum an Stabilität, und wenn ihre Katze das Seil erst einmal durchgekratzt hat liegt die ganze Pappröhre frei. Fazit: In wenigen Jahren ist der nächste Kratzbaum fällig.
Eine Alternative für Heimwerker ist der Bau eines solchen Katzenmöbels mit stabilen Holzstämmen.

Aber auch die nicht so gewieften Heimwerker können in den Genuss kommen, ein wirklich stabiles Klettermöbel für ihren Heimtiger zu erwerben, zum Beispiel in der Kratzbaumschmiede, mit der ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe:
http://www.kratzbaumschmiede.de

Dort werden ganz individuell die Kratzbäume nach Maß gebaut, und auch Kleinmöbel für mobilitätsbehinderte Katzen (wegen Krankheit oder Alter) sind kein Problem.
Dort haben wir für unseren Diabetiker
Tiger ein paar "Treppchen" bauen lassen, als er in Folge einer Neuropathie nicht mehr ins Bett oder auf die Couch springen konnte.

Hund oder Katze - der Unterschied
Um den Unterschied zwischen Hunden und Katzen zu verstehen gibt es ja mehrere Geschichten.
"Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal", beschreibt es genauso gut wie der nachfolgende Witz (ich hoffe, dass ich damit keine Urheberrechte verletzte):

Katzentreppchen


Auszüge aus dem Tagebuch eines Hundes

7:00 Uhr - Boah! Gassi gehen! Das mag ich am liebsten.
8:00 Uhr - Boah! Fressi! Das mag ich am liebsten.
9:30 Uhr - Boah! Eine Spazierfahrt! Das mag ich am liebsten.
9:40 Uhr - Boah! Im Auto pennen! Das mag ich am liebsten.
10:30 Uhr - Boah! Eine Spazierfahrt! Das mag ich am liebsten.
11:30 Uhr - Boah! Heimkommen! Das mag ich am liebsten.
12:00 Uhr - Boah! Die Kinder kommen! Das mag ich am liebsten.
13:00 Uhr - Boah! Ab in den Garten! Das mag ich am liebsten.
16:00 Uhr - Boah! Noch mehr Kinder! Das mag ich am liebsten.
17:00 Uhr - Boah! Fressi! Das mag ich am liebsten.
18:00 Uhr - Boah! Mein Herrchen! Das mag ich am liebsten.
19:00 Uhr - Boah! Stöckchen holen! Das mag ich am liebsten.
21:30 Uhr - Boah! In Frauchens Bett schlafen! Das mag ich am liebsten.

Auszüge aus dem Tagebuch einer Katze

Tag 2983 meiner Gefangenschaft. Meine Wärter versuchen weiterhin mich mit kleinen Objekten an Schnüren zu locken und zu reizen.
Ich habe beobachtet wie sie sich den Bauch mit frischem Fleisch vollschlagen, während sie mir nur zerstampfte gekochte Reste von totenTieren mit kaum definierbarem Gemüse vorsetzen. Die einzige Hoffnung die mir bleibt, ist die einer baldigen Flucht.
Währenddessen erlange ich Genugtuung in dem ich das eine oder andere Möbelstück zerkratze.
Morgen werde ich mal wieder eine Zimmerpflanze fressen. Heute habe ich es beinahe geschafft, einen Wärter durch schleichen zwischen den Beinen zu Fall zu bringen und ihn dadurch zu töten. Ich muss einen günstigen Moment abpassen, zum Beispiel wenn er sich auf der Treppe befindet.
Um meine Anwesenheit abstoßender zu gestalten, zwang ich Halbverdautes wieder aus meinem Magen auf einen Polstersessel. Das nächste Mal ist das Bett dran.
Mein Plan, ihnen durch den geköpften Körper einer Maus Angst vor meinen mörderischen Fähigkeiten einzuflößen ist auch gescheitert. Sie haben mich nur gelobt und mir Milchdrops gegeben. Was wiederum gut ist, weil mir davon schlecht wird.
Heute waren viele ihrer Komplizen da. Ich wurde für die Dauer deren Anwesenheit in Einzelhaft gesperrt. Ich konnte hören, wie sie lachten und aßen. Ich hörte, dass ich wegen einer "Allergie" eingesperrt wurde. Ich muss lernen, wie ich diese Technik perfektionieren und zu meinem Vorteil nutzen kann.
Die anderen Gefangenen sind Weicheier und wahrscheinlich Informanten.
Der Hund wird oft frei gelassen, kommt aber immer wieder freudestrahlend zurück. Er ist offensichtlich nicht ganz dicht.
Der Vogel dagegen ist garantiert ein Spion. Er spricht oft und viel mit den Wärtern. Ich glaube, dass er mich genauestens beobachtet und jeden meiner Schritte meldet. Da er sich in einem Stahlverschlag befindet, kann ich nicht an ihn ran.
Aber ich habe Zeit. Mein Tag wird kommen...

>> Ja, fürwahr, so ungefähr verhalten sich Katzen und Hunde


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