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Engelbecken

Berlin

Kaum eine Großstadt hat so viele Brücken wie Berlin, nicht einmal Venedig. Trotzdem kennt niemand im Ausland die Spree oder die Havel.
Bereits ab 1228 ärgerte die Schiffer, dass an der Spree viele Mühlen die Ufer und Landeplätze besetzten und Flöße von Holzhändlern nur eine schmale Fahrrinne frei ließen. Berlin war ein Nadelöhr im Schiffsverkehr, 1843 passierten 14831 Schiffe und 43973 Stück Floßholz die Schleuse zum Spreekanal und Kupfergraben.
Um die Zoll- und Stadtgrenzen zu umschiffen wurden der Landwehrkanal und der Spandauer Schifffahrtskanal gebaut, 1852 ging auch der Luisenstädtische Kanal in Betrieb, der die Spree mit der Wassertangente und der südlichen Vorstadt verband.
Allerdings murrten die Schiffer über die 90-Grad Kehre am Engelbecken und die rechtwinklige Einfahrt in den neuen Hafen. 1896 wurde deshalb der Landwehrkanal verbreitert und an der Stelle, wo der Luisenstädtische in den Landwehrkanal floß, entstand der Urbanhafen.

1926 wurde der Landwehrkanal an dieser Stelle wieder zugeschüttet, 1963 auch der Seitenkanal und der Urbanhafen verlor seine Bedeutung.
Zwischen 1926 und 1929 entstanden die Grünanlagen nach Vorstellungen des damaligen Stadtgartendirektors Erwin Barth.
Der von Peter Joseph Lenné gestaltete Luisenstädtische Kanal hatte längst seine Bedeutung verloren, nur noch die Gurkenhändler aus dem Spreewald nutzten den Kanal und das Engelbecken für den Verkauf ihrer Produkte.
Nach 1989 wurde der Kriegsschutt ausgegraben und der alte Kanal sowie die Umgebung des Engelbeckens sind heute wieder eine grüne Landschaft, selbst ein Teil des Indischen Gartens (heute schlicht Rosengarten) von Erwin Barth, wie auch sein meditierender Buddha sind wieder zu besichtigen.


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